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Anlageleitlinie der Stiftung

Ethisch korrekt angelegt

Anlageleitlinien legen fest, wie und wo Vermögen angelegt werden. Sie schaffen einen Entscheidungsrahmen für den Umgang mit dem Stiftungsvermögen und bringen Transparenz für Menschen, die Stiftungen unterstützen. Besonders nachhaltige Anlageoptionen zeigten sich in Vergangenheit stabiler und überstanden die Finanzkrise mit weniger Verlusten.

Der Stiftungsrat der Gemeinschaftsstiftung hat eine Anlageleitlinie festgelegt, die grundsätzlich vom Sicherheitsgedanken geprägt ist. Eine Anlage mit hoher Rendite, aber unkalkulierbarem Risiko, widerspricht diesem Grundsatz. Ebenso wie die Anlage in Aktien oder Staatsanleihen, die im Widerspruch steht zu nachhaltigem, sozialem und umweltverträglichem Handeln, zu Menschenrechten oder zum Stiftungsgedanken und der Satzung der Stiftung. Dies überwacht der Stiftungsrat kontinuierlich und gibt Empfehlungen für die Anlage des Kapitals.

Unter dem Rendite-/Risiko-Aspekt legte der Stiftungsrat fest, dass maxi­mal 40 Prozent des Stiftungsvermögens in Anlagen mit höherem Risiko wie Aktien angelegt werden. Demgegenüber sollen sich 60 Prozent des Ver­mögens in sichereren Anlagen mit regel­mäßigen Erträgen wiederfinden.

Die Basis für die Anlagepolitik der Stiftung ergibt sich aus der Stiftungssatzung.

Transparent, sicher, langfristig

Der Stiftungsrat der Gemeinschaftsstiftung definiert folgende Regeln zur Auswahl von Anlagemöglichkeiten: Die Verwaltung des Vermögens soll dem Gedanken eines nachhaltigen, sozialen und umweltverträglichen Wirtschaftens entsprechen. Bei Neuanlagen in Aktien oder aktienähnlichen Konstrukten sowie Renten dürfen deshalb keine Investiti­onen vorgenommen werden in ...

a) Hersteller und Vertreiber von Rüstungsgütern, Kernenergie, Tabak­waren, genmodifiziertem Saatgut; 

b) Hersteller und Vertreiber von Pornografie und Glücksspielen; 

c) Hersteller und Vertreiber von Chlor-und Agrochemikalien auf dem Index; 

d) Fluggesellschaften; 

e) Unternehmen, die ihre Rohstoffe auf umweltschädigende Art gewinnen oder ihr Geld nachweislich mit ausbeuterischer Kinderarbeit oder anderen Verletzungen der Kinder-und Menschenrechte verdienen; 

f) Obligationen von Staaten, die ABC-Waffen ohne konkrete Abrüstungspläne besitzen, aktives Lobbying zum Ausbau von Kernenergie betreiben, die Todesstrafe vollstrecken, die Menschenrechte verletzen.