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Myanmar: Sauberes Wasser am Inle-See Situation

Situation: Der See Inle in Myanmar mit seinen schwimmenden Gärten ist eine touristische Attraktion. Doch die Postkartenidylle trügt. Durch den Einsatz von Pestiziden und Düngern in der umliegenden Landwirtschaft ist das Wasser zunehmend belastet. Da der Inle die ganze Region mit Wasser versorgt und die Fischbestände abnehmen, sind Gesundheit und Ernährungsgrundlage der Menschen gefährdet.

Die Partnerorganisation: Die »Kalyana Mitta Foundation« (KMF) ist eine Umweltorganisation, die zu Abfallmanagement, dem Schutz natürlicher Ressourcen und nachhaltiger Landwirtschaft arbeitet. Ein Schwerpunkt ist die Umweltbildung für Kinder und Jugendliche.

Maßnahmen und Wirkung: Mit Unterstützung von KMF haben sich in den Seegemeinden 15 Jugendgruppen gebildet. Die KMF bildet die Mädchen und Jungen in Gewässer- und Fischschutz fort. Mit diesem Wissen organisieren die Jugendlichen Workshops mit den Kleinbauern ihrer Gemeinden, die so umweltverträgliche Anbaumethoden kennenlernen und auf den übermäßigen Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln verzichten. Auch Kleinbauern aus weiter entfernten Gemeinden verschmutzen den See über die Zuflüsse massiv, haben aber nur ein geringes Problembewusstsein. Um den langfristigen Erfolg des Projektes zu gewährleisten, wurden die Maßnahmen auch auf diese Gemeinden ausgeweitet. Inzwischen hat sich am Inle ein weit verzweigtes Netzwerk aus Gruppen und Aktivisten entwickelt, in dem gemeinsame Aktionspläne, Kampagnen und Maßnahmen zum Schutz des Sees entwickelt werden.

Herausforderung und Planung: Ein großes Problem für die Seegemeinden ist, dass seit Jahren der Wasserspiegel aufgrund massiver Erosion sinkt. Um diesen Prozess langfristig zu stoppen, sollen abgeholzte Ufergebiete wieder aufgeforstet werden.

Indien: Wasser für Mensch, Tier, Feld

Im indischen Bundesstaat Telangana lebt die Bevölkerung vor allem von der Landwirtschaft. Doch das Land ist größtenteils trocken und unfruchtbar. Unsere Partnerorganisation PEACE setzt mit Unterstützung der Stiftung ein Konzept zur nachhaltige Entwicklung der ländlichen Gemeinden um.

Wassermangel und Umweltprobleme machen das Leben für viele Bauern zum täglichen Überlebenskampf. Unsere Partnerorganisation PEACE (Peoples Action for Creative Education) arbeitet mit armen Familien in Telangana zusammen. Im Bezirk Nalgonda setzt sich PEACE für eine nachhaltige Entwicklung der ländlichen Gemeinden ein und erreicht mit seinen Maßnahmen mehr als 11.000 Frauen und Kinder. PEACE hat in den Dörfern 20 »Öko-Clubs« gegründet, bei denen etwa 900 Kinder und Jugendliche mitmachen. Hier vermittelt PEACE den Mädchen und Jungen Wissen über Umweltschutz und Ressourcenschonung. Einer der Schwerpunkte der Arbeit von PEACE ist der sinnvolle und nachhaltige Einsatz von Wasser.

Die Projektmitarbeiter ermutigen die Kinder und Jugendlichen, sich in ihrem Umfeld für aktiven Umweltschutz stark zu machen: Mit Straßentheater informieren sie in ihren Gemeinden zu Themen wie Wasser, Müllvermeidung oder Biodiversität. Ökologische Landwirtschaft spielt im Projekt eine wichtige Rolle. In jeder Schule werden Umwelt-Gärten eingerichtet, die von den Schülern gepflegt werden.

Auch mit den Kleinbauern der Projektgemeinden arbeitet PEACE zusammen. Über das Projekt lernen die Familien ökologische Landwirtschaft kennen und setzen sie auf ihren Parzellen um. PEACE will erreichen, dass in Nalgonda ein Netzwerk von jungen Menschen entsteht, die sich für ihre Umwelt verantwortlich fühlen. Sie sollen über Umweltprobleme und Klimawandel in ihrer Region Bescheid wissen und diese Kenntnisse in ihren Gemeinden weitergeben.

Die Stiftung förderte das Projekt mit 17.800 Euro