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Indien: Schule statt Ausbeutung

Ausgangssituation

Indien ist der zweitgrößte Teeproduzent der Welt. Eines der Hauptanbaugebiete ist Darjeeling im Himalaya-Hochland. Pflückerinnen und Pflücker werden vor allem in der Erntezeit von März bis November benötigt. Auf vielen Plantagen arbeiten auch Kinder. Viele müssen dafür die Schule verlassen.

Partnerorganisation

Die Hill Social Welfare Society (HSWS) arbeitet seit den Jahr 2000 für benachteiligte Frauen und Kinder. Seit 2010 ist HSWS Projektpartner von terre des hommes.

Maßnahmen und Wirkung

HSWS hat in 24 Dörfern Bildungszentren aufgebaut. In diesen werden Kindern zwischen sechs und 14 Jahren, die die Schule abbrachen, um zu arbeiten, wieder an den Unterricht herangeführt. Ziel ist es, die Kinder wieder in die Lage zu versetzen, staatliche Schulen zu besuchen. Die Kinder, die diesen Schritt schaffen, werden weiter betreut, um einen erneuten Schulabbruch zu verhindern. Darüber hinaus werden in den Dörfern Kinder- und Jugendgruppen gegründet. Hier lernen die Kinder, welche Rechte sie haben, wie sie sich gegen Ausbeutung schützen können, und wie sie es schaffen können, aus dem Kreislauf der Kinderarbeit auszubrechen. Zudem bieten die Gruppen den Mädchen und Jungen die Möglichkeit, sich untereinander über Themen austauschen, die sie beschäftigen, beispielsweise Alkoholismus der Eltern oder Gewalt in der Familie. So könne sich die Kinder und Jugendlichen auch gegenseitig dabei unterstützen, Lösungen für ihre Sorgen zu finden.

Herausforderungen und Planung

Sport und Spiel sind wichtig für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Viele Kinder in Darjeeling haben kaum eine Chance auf sinnvolle Freizeitgestaltung. HSWS möchte hier neue Wege aufzeigen. Es sollen Fußball-Team gegründet werden, in denen Mädchen und Jungen gemeinsam trainieren. So werden die Kinder und Jugendlichen an Themen wie Gendergerechtigkeit herangeführt.

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