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Indonesien

Prävention in Indonesien

Wenn der Vulkan raucht, kommt die traumatische Erinnerung zurück

Am Vulkan Mount Merapi auf Java hat sich für die Kinder viel geändert. Sie haben kein Zuhause mehr, einige verloren ihre Eltern und ihre Lebensgrundlage. Auch die ständige Gefahr eines neuen Vulkanausbruchs verängstigt die Kinder. Der Dauerstress macht sie aggressiv oder sie werden depressiv und ziehen sich aus ihrer Umgebung zurück. Ihre Lehrer und Eltern können mit ihrem Verhalten nicht umgehen und bestrafen sie mit Schlägen.

Unser Projektpartner LESSAN möchte eine dauerhafte psychosoziale Betreuung in der Region um den Merapi aufbauen, die auch nach der akuten Nothilfe greift. Karten und Verzeichnisse von Anlaufstellen sollen helfen, schnell psychologische Hilfe zu finden. Regierungsministerien befürworten ebenfalls Programme der psychologischen Universität zur Weiterbildung von Psychologen.

Alle Kinder lernen im Unterricht, wie sie sich im Notfall verhalten und wie sie psychologische Hilfsstellen erreichen. Über eintausend traumatisierte Schüler werden regelmäßig Therapieangebote nutzen können, denn in den Schulen und Gemeinden wird ein Überweisungssystem zu Psychologen eingeführt. Kinder, die von LESSAN als Berater ausgebildet sind, helfen, wenn die Angst vor einem neuen Ausbruch zu groß wird. Ältere Menschen und Lehrer aus den umliegenden Orten treffen sich einmal im Monat zu Schulungen über psychosoziale Intervention. Sie bilden Kerngruppen, die das Informationsprogramm in den Dorfgemeinschaften integrieren.

Das Projekt wurde bis 2015 von der Stiftung gefördert.