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Mitmachen im Stiftungsrat?

Auf der nächsten MV ist der Einstieg möglich!

Ihr Herz schlägt beim Thema Zahlen und Geldanlagen vor Freude höher? Ihnen ist der nachhaltige Aufbau von Stiftungskapital wichtig, um Projekte für notleidende Kinder kommender Generationen zu finanzieren? Dann sind Sie in der Gemeinschaftsstiftung genau richtig: als Mitglied von terre des hommes können Sie sich Anfang September als Vertreterin oder Vertreter der Mitgliederversammlung in den Stiftungsrat wählen lassen! Der Stiftungsrat besteht aus fünf ehrenamtlichen Mitgliedern, gewählt durch die Mitgliederversammlung des Vereins und bis zu vier Stifterinnen und Stiftern, gewählt aus der Stifterversammlung.

Aus der Mitgliederversammlung sind derzeit im Stiftungsrat: Robert Kissling (Vorsitzender), Jürgen H. Diethold (stellv. Vorsitzender), Uwe Diemert, Silke Schamuhn und Dr. Beate Scherrer.  Der Stiftungsrat trifft sich drei bis vier Mal im Jahr. Er beruft die jährliche Stifterversammlung ein, die an unterschiedlichen Orten stattfindet. In jedem zweiten Jahr trifft er sich mit den Stifterinnen und Stiftern in Osnabrück. Der Stiftungsrat übernimmt ehrenamtlich vielfältige Aufgaben: Zum Beispiel berät bei der Anlage des Stiftungsvermögens, nimmt den Jahresabschluss entgegen, beschließt den Haushaltsplan und kontrolliert die Mittelverwendung.

Wer im Stiftungsrat mitarbeitet, arbeitet meist im Verborgenen, doch seine Tätigkeit wirkt. 2015 förderte die Stiftung beispielsweise 25  Projekte aus dem terre des hommes-Programm. Durch Zustiftungen und Erträge aus dem Vermögen wächst die Stiftung und kann verlässlich immer größere Anteile der terre des hommes-Arbeit mitfinanzieren.  

Wir suchen keine Experten, sondern Menschen aus unterschiedlichen Berufen und Lebensbereichen, die in unserem bunt gemischten Stiftungsrat verantwortungsvoll mitarbeiten möchten und die Lust haben,

  • ein Verständnis über Haushaltsplanung, Bilanz und Vermögensverwaltung zu entwickeln,
  • die bereit sind zur Einarbeitung in Grundzüge des Steuer-, Stiftungs- und Vereinsrechts,
  • die Interesse an nachhaltiger Geldanlage und Fundraising haben
  • und die über Projektförderungen der Stiftung  mitentscheiden möchten. 


Sie haben Interesse und Lust auf neue Herausforderungen? Sie haben Fragen?

Robert Kissling robert.kissling@remove-this.t-online.de, Anja Zapp a.zapp@remove-this.t-online.de und Karin Lammers k.lammers@remove-this.tdh.de beantworten sie gern.  


Aktuelles aus dem Stiftungsrat

Ehrenmitglied im Stiftungsrat

Der terre des hommes-Stiftungsrat ernannte Jürgen H. Diethold zum Ehrenmitglied. Diethold schied im vergangenen Herbst aus der aktiven Greminenarbeit in der Gemeinschaftsstiftung aus. Als langjähriges terre des hommes Arbeitsgruppen-Mitglied in Bergisch Gladbach war er federführend an der Gründung der terre des hommes-Stiftung beteiligt. Er entwickelte fast 20 Jahre als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender im Stiftungsrat die Ausrichtung der Stiftung weiter. Wir danken ihm für seine kompetente ehrenamtliche Arbeit von ganzem Herzen und freuen uns, ihn auf den Stifterversammlungen als Ehrengast begrüßen zu können.


Lutz Beisel neu im Stiftungsrat

Mindestens zweimal in der Woche setzt sich Lutz Beisel ins Auto und fährt ins acht Kilometer entfernte Tuttlingen, um Flüchtlingen Deutschunterricht zu geben. »Das mach ich gern. Als Gründer von terre des hommes Deutschland weiß ich aus unseren Projekten, welchen Strapazen sich Menschen auf der Flucht aussetzen. Ihnen beim Einleben zu helfen, bereitet mir große Freude«, sagt der 77-Jährige. Beisel ist einer von vielen terredeshommes-Freunden und  -Freundinnen , die sich um Flüchtlingskinder und ihre Familien kümmern. 

Als im Herbst 2014 Menschen gesucht wurden, die sich um die zugewiesenen Flüchtlinge im Kreis Tuttlingen kümmern, zögerten Lutz Beisel und seine Frau nicht. Es ging um die 13-köpfige Familie Obeida aus Syrien: Vater, Mutter und elf Kinder − das jüngste wurde noch gestillt, das älteste war gerade erwachsen geworden. Sich zurechtfinden in der neuen Umwelt mit kaltem Wetter und einer unverständlichen Sprache und den Familienalltag organisieren ist nicht einfach. Das Zusammenleben mit Familien aus vier weiteren Nationen in einer gemeinsamen Küche machten das Einleben zusätzlich kompliziert.

Das Ehepaar Beisel hilft den Obeidas im neuen Alltag beim Umgang mit Behörden, organisierte die Einschulung in verschiedene Vorbereitungsklassen oder der Aufnahme zweier Kinder in den Kindergarten. Mit den schulpflichtigen Kindern übten sie den Schulweg ein. Mehrmals in der Woche fährt Lutz Beisel zu ihnen, gibt Deutschunterricht mit selbstentwickeltem Lehrmaterial und hilft bei den Hausaufgaben.

Den eingeschüchterten sechsjährigen Mahmoud nahm Frau Beisel zweimal in der Woche mit zu sich nach Hause, rechnete mit ihm mit Hilfe von Kastanien, brachte ihm unsere 26 Buchstaben bei, benannte Dinge und Tätigkeiten beim deutschen Namen und spielte mit ihm Memory.  Mittlerweile ist er munter und aufgeschlossen, die Lehrerin in der ersten Klasse muss ihn sogar gelegentlich bremsen.

Inzwischen wechselte die Großfamilie zweimal die Wohnung. Eine bezahlbare Wohnung musste am schwierigen Wohnungsmarkt erst einmal gefunden werden. In der Übergangszeit ersetzte Familie Beisel mit ihrem Auto den nicht existierenden Schulbus.

Das sind nur Beispiele aus der großen Palette der Aufgaben, denen sich die ehrenamtlichen terre des hommes-Mitarbeiter gegenüber sehen, die sich vor Ort um Flüchtlinge kümmern. Doch der Erfolg, wenn Hindernissen überwundern wurden und das Erleben von Entwicklung und die Dankbarkeit der Obeidas sind für den 77-Jährigen Gründer von terre des hommes Deutschland und seine Frau ein großer Lohn.